Ritten gewinnt den Supercup 2018

Das Supercup-Finale, das im Agorà-Stadion von Mailand stattgefunden hat, endet mit dem Sieg der Rittner Buam (Foto Carola Semino). Der Italienmeister bezwang am Donnerstagabend Gastgeber Milano Rossoblù knapp mit 5:4-Toren nach Verlängerung. Mit diesem Sieg holt sich Ritten zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte den Supercup.

Beide Teams standen sich bereits im Vorjahr gegenüber, wobei die Lehtonen-Cracks damals im torreichsten Supercup-Finale klar mit 8:3-Toren die Oberhand behielten. 2006 konnten sich hingegen die Lombarden mit 6:2 gegen die Rittnern behaupten. Für die „Buam“ war das heutige Endspiel bereits das achte Supercup-Finale, das fünfte in Folge.

Die Anfangsphase gehörte dem Italienmeister. Ritten drückte Mailand in die eigene Abwehr und schoss allein in den ersten vier Minuten acht Mal auf den Kasten von Martino Valle Da Rin. Doch genau im besten Moment der Gäste gingen die Hausherren in Führung. Der ehemalige Sterzinger Angreifer Francis Verreault-Paul verwandelte in der 9.41 Minute ein Zuspiel von Tommaso Terzago zum 1:0. Die Freude der Lombarden wehrte aber gerade einmal drei Minuten, bis Andreas Lutz in Überzahl zum 1:1 für die „Buam“ ausglich. Ritten nahm danach wieder das Zepter in die Hand und drehte in der 17.28 Minute das Spiel mit dem lettischen Neuzugang Olegs Sislannikovs. Beim 2:1-Zwischenstand blieb es auch bis zum ersten Seitenwechsel.

Im Mitteldrittel waren gerade einmal 3.12 Minuten gespielt, als es wieder Sislannikovs war, der die Rittner nach Simon Kostner-Assist mit 3:1 in Front schoss. Danach erhöhte Mailand das Tempo und verkürzte in der 27. Minute mit Guillaume Doucet auf 2:3. Wenig später erzielte Simone Asinelli sogar den Ausgleichstreffer.

Im letzten Drittel ging Ritten mit dem zweiten Neuzugang, Henrik Eriksson, wieder mit 4:3 in Führung, doch gleich darauf musste Andreas Lutz für zwei Minuten auf die Strafbank. Mailand genügte im Powerplay eine Minute, um mit Tommaso Terzago erneut auszugleichen. In den Schlussminuten machten beide Teams hinten dicht, so ging dieses hochspannende Match in die Verlängerung.

In der 10-minütigen Overtime, drei gegen drei,  zeigte Ritten einmal mehr seine unglaubliche Erfahrung. Nach 63.41 Minuten wurde der vermeintliche Siegtreffer durch Kai Lehtinen, der den Puck nach einem Pfostentreffer mit dem Schlittschuh über die Linie bugsiert hatte, zu Recht annulliert. Keine zwei Minuten später war es dann soweit: Simon Kostner bediente Dan Tudin mustergültig und der Rittner Kapitän sorgte für die Entscheidung. Riesenfreude bei den Rittnern, die sich somit zum vierten Mal den Supercup sichern, den zweiten in Folge. Die Mannschaft aus Klobenstein ist nun, zusammen mit dem HC Bozen, Rekordgewinner dieses Pokals.

 

Milano Rossoblu – Rittner Buam 4:5 n.V. (1:2, 2:1, 1:1, 0:1)

Milano Rossoblu: Martino Valle Da Rin (Federico Tesini); Selan Maks-Ilic Stefan, Andrea Fadani-Francesco De Biasio, Andrea Schina-Andreas Radin, Alessandro Re; Eric Pance-Edoardo Caletti-Marcello Borghi, Simone Asinelli-Francis Verreault-Paul-Guillaume Doucet, Fabian Platzer-Aleksandr Petrov-Tommaso Terzago, Andrea Pirelli-Gianluca Tilaro-Mattia Alario
Coach: Andrew Omicioli

Rittner Buam: Thomas Tragust (Hannes Treibenreif); Kai Lehtinen-Ivan Tauferer, Christoph Vigl-Imants Lescovs, Alexander Brunner-Andreas Lutz; Olegs Sislannikovs-Henrik Eriksson-Simon Kostner, Philipp Pechlaner-Dan Tudin-Thomas Spinell, Alex Frei-Julian Kostner-Markus Spinell, Kevin Fink- Alexander Eisath-Stefan Quinz
Coach: Riku-Petteri Lehtonen

Schiedsrichter: Simone Lega, Willy Volcan (Nicola Basso, Stefano Terragni)

Tore: 1:0 Francis Verreault-Paul (9.41), 1:1 Andreas Lutz (12.30), 1:2 Olegs Sislannikovs (17.28), 1:3 Olegs Sislannikovs (23.12), 2:3 Guillaume Doucet (27.40), 3:3 Simone Asinelli (31.04), 3:4 Henrik Eriksson (43.25), 4:4 Tommaso Terzago (45.34), 4:5 Dan Tudin (65.08)

 

Die Ehrentafel des italienischen Supercups

2001 HCJ Milano (Asiago – Milano 1:3)
2002 HCJ Milano (Milano – Asiago 5:2)
2003 Asiago (Milano – Asiago 0:1)
2004 HC Bozen (Milano – Bozen 3:5)
2005 nicht ausgetragen
2006 HCJ Milano (Final Four – Finale: Milano – Ritten 6:2)
2007 HC Bozen (Cortina – Bozen 0:1)
2008 HC Bozen (Bozen – Pontebba 6:3)
2009 Ritten Sport (Ritten – Bozen 5:1)
2010 Ritten Sport (Asiago – Ritten 0:3)
2011 HC Pustertal (Pustertal – Asiago 3:1)
2012 HC Bozen (Cortina – Bozen 3:4)
2013 Asiago (Asiago – Valpellice 1:0)
2014 HC Pustertal (Rittner Buam – Pustertal 3:4)
2015 Asiago (Asiago – Rittner Buam 2:1)
2016 HC Pustertal (Rittner Buam – HC Pustertal 1:3)
2017 Rittner Buam (Milano Rossoblu – Rittner Buam 3:8)
2018 Rittner Buam (Milano Rossoblu – Rittner Buam 4:5 n.V.)