Nach Abschluss des Grunddurchgangs der Alps Hockey League belegten die Rittner Buam SkyAlps den achten Tabellenplatz, womit das erste Saisonziel, das Erreichen der Master Round, verfehlt wurde. Daraufhin trennten sich die Blau-Roten von Trainer Dave Mac Queen, dessen Assistenztrainer Mike Halmo übernahm gemeinsam mit dem Rittner Jugendcoach Roberto Scelfo. Nach der soliden Zwischenrunde stand SG Cortina Hafro als Gegner im Pre-Playoff fest. Gegen die Ampezzaner schieden die Buam in der „best-of-three“-Serie nach zwei Spielen mit 0:2 aus und verpassten zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte die Playoffs der AlpsHL.
In der IHL Serie A qualifizierten sich die Rittner Buam für das Final Four, welches in der Milano Santa Giulia Ice Hockey Arena ausgetragen wurde. Das Halbfinale gegen die Wipptal Broncos gewannen sie, im Finale zog der Klub vom Hochplateau gegen den HC Asiago aber den Kürzeren, womit es wie im Vorjahr beim Vize-Italienmeistertitel blieb.
Roberto Rampoldi, der Präsident der Rittner Buam SkyAlps, über…
… die Ergebnisse im Grunddurchgang der Alps Hockey League:
„Auch wenn wir lediglich knapp an der Qualifikation zur Master Round gescheitert sind, ist die Leistung der Mannschaft weit unter den Erwartungen geblieben. Dass wir nur wenige Spiele mit allen Imports gespielt haben, ist hierfür keine Entschuldigung. Verletzungen passieren und dürfen nie ein Alibi sein.“
… das Abschneiden und die Leistungen in der IHL Serie A:
„Nach der erfolgreichen Qualifikation durften wir in Mailand vor mehreren tausenden Fans antreten und sind Vize-Meister geworden. Ein Erfolg, welcher beim erfolgsverwöhnten Rittner Publikum leider auf wenig Lob stößt. Für mich und vor allem für unsere jungen Spieler bleibt, trotz Blackout im Finale, das Wochenende in Santa Giulia eine einmalige Erfahrung.“
… die Entscheidung, sich vom Trainer Dave Mac Queen zu trennen:
„Wie so oft, wenn es im Mannschaftssport nicht läuft, ist der Trainer der leidtragende Sündenbock, wobei Dave bei Gott nicht die alleinige Schuld an der teils schlechten Leistung des Teams trägt. Wir mussten reagieren, wohlwissend, dass der Entschluss nicht Wunder wirken würde.“
… das frühe Ausscheiden in den Pre-Playoffs:
„Irgendwie absehbar, aber doch ein Schock für alle. In einer best-of-three-Serie ist ein Fehlpass, insbesondere zuhause, nicht erlaubt. Eine Erfahrung, die unsere Spieler und nicht nur sie, weder missen noch vergessen werden.“
… die Gründe für das frühe Scheitern:
„Ursachen gibt es eine Reihe, Fehler sind begangen worden, wobei ich den Kopf nicht in den Sand stecke und nicht auf Andere zeige. Selbstverständlich trage ich hierfür als Präsident als Erster die Verantwortung. Was das Team anbelangt, sticht eines klar heraus: wir sind heuer selten geschlossen als Mannschaft, ob auf dem Eis oder Abseits, aufgetreten.“
… die Leistungen der einheimischen Spieler:
„Auch die einheimischen, erfahrenen Spieler konnten heuer nicht die gewohnte Leistung abrufen. Was hingegen die jungen Spieler anbelangt, konnten sie immerhin wieder Spielpraxis sammeln und den nächsten Step machen.“
… die Leistungen der Transferkartenspieler:
„Im guten Glauben haben wir heuer gemeinsam mit der sportlichen Leitung bewusst beim Head Coach und den Imports auf Erfahrung gesetzt. Leider haben die Transferkartenspieler zwar fleißig gepunktet, wirkten aber teilweise als Fremdkörper und konnten schlussendlich, auch verletzungsbedingt, nicht wirklich den Unterschied machen.“
… positive Aspekte dieser Saison:
„Wir reden unseren Kindern immer ein, dass man aus Niederlagen am meisten lernt… dies gilt auch für uns Erwachsene. Ich nehme viele Anregungen mit, nicht zuletzt aus den Analysen und Gesprächen der letzten Wochen. Wir wissen wo wir den Hebel ansetzen sollen. Somit liegt der positive Aspekt darin, die Chance zu ergreifen, aus Fehlern zu lernen.“
… die Herangehensweise und eventuelle Veränderungen in der kommenden Saison:
„Wer mich kennt, weiß, dass ich stets versuche, positiv und zukunftsorientiert zu bleiben. Als Vorstand arbeiten wir bereits hart und motiviert, um die finanziellen Weichen für die nächsten Jahre zu stellen. Die erste Mannschaft wird ab Mai fokussiert nicht nur körperlich, sondern auch mental als Team an sich arbeiten. Teamgeist, gegenseitige Unterstützung, Respekt und offene Kommunikation untereinander sind meiner Meinung nach der einzige Weg, um erfolgreich als Team zu bestehen. Wer nicht motiviert ist, hungrig ist und das Team an erster Stelle setzt, hat bei den Rittner Buam nichts verloren. Es braucht einen starken Willen zur Veränderung und sich zu verbessern. Jeder sollte sich fragen: Wie kann ich mich steigern? Wie kann ich dem Team am besten helfen? Jede Veränderung beginnt bei uns selbst.“
Foto: Max Pattis